Windows-Benutzerkonto für Dienste
Wenn der OPC Router auf Fremdsysteme unter Windows-Anmeldung zugreifen soll, muss der relevante Windows-Dienst unter einem Benutzerkonto laufen, das auf das Zielsystem zugreifen darf. Das betrifft insbesondere Szenarien mit Windows-Authentifizierung, integrierter Sicherheit oder DCOM, zum Beispiel bei verteilten OPC-Classic-Anbindungen oder bei Datenbankzugriffen mit Windows-Konto.
Wir empfehlen dafür ein dediziertes Domänenkonto mit den minimal erforderlichen Rechten. Für die Projektierung in der Managementoberfläche kann es zusätzlich sinnvoll sein, dass dieses Konto lokal ausreichende Rechte besitzt.
Ändern Sie dieses Windows-Benutzerkonto in der Regel für den Laufzeitdienst OPCRouter5-Service. Das OPCRouter5-Management ist zusätzlich relevant, wenn auch das Management selbst auf Windows-Ressourcen unter einem bestimmten Benutzerkontext zugreifen soll. Den lokalen MongoDB-Dienst ändern Sie für diese Anforderung normalerweise nicht.
Vorgehen in der Diensteverwaltung
- Öffnen Sie die Windows-Diensteverwaltung.
- Öffnen Sie den gewünschten Dienst per Doppelklick.
Für Laufzeitzugriffe ist dies in der Regel
OPCRouter5-Service. Für Management-Funktionen ist dies bei BedarfOPCRouter5-Management. - Wechseln Sie auf die Registerkarte „Anmelden“ und wählen Sie „Dieses Konto“.
- Wählen Sie über „Durchsuchen“ den gewünschten Benutzer aus. Wichtig: Wählen Sie unter „Pfade“ Ihre Windows-Domäne und nicht den lokalen Rechner.
- Bestätigen Sie die Benutzerauswahl mit „OK“ und hinterlegen Sie anschließend das Passwort des Kontos.
- Bestätigen Sie zunächst mit „Übernehmen“. Windows prüft dabei, ob das angegebene Konto für die Dienstanmeldung verwendet werden kann.
- Falls die Anmeldung fehlschlägt, ändern Sie die Schreibweise des Benutzers von <Benutzername>@<Domäne> auf <Domäne>_<Benutzername>_ und versuchen Sie es erneut.
- Bestätigen Sie mit „OK“.
- Starten Sie den geänderten Dienst neu.
Hinweise für die Praxis
- Verwenden Sie nach Möglichkeit ein separates Windows-Benutzerkonto statt eines persönlichen Benutzerkontos.
- Das verwendete Konto benötigt die erforderlichen Rechte sowohl für die Windows-Dienstanmeldung als auch auf dem angebundenen Zielsystem.
- Bei Windows-Authentifizierung in Datenbank-Plug-ins ist zu beachten, dass der Zugriff zur Laufzeit unter dem Konto von
OPCRouter5-Serviceerfolgt. - Ein Verbindungstest in der Projektierung kann unter Umständen mit einem anderen Benutzerkontext laufen als die spätere Laufzeit.
Dialogübersicht

Siehe auch
- Programmaufbau für die Einordnung von Management und Laufzeitdienst.
- Verteilte OPC-Server (DCOM) für typische Domänen- und Benutzeranforderungen.
- Microsoft SQL Server Authentifizierung für den Einsatz von Windows-Authentifizierung mit SQL Server.
- Microsoft SQL Server Konfiguration mit Hinweisen zur Konfiguration von Windows-Benutzerkonten für den OPC Router bei aktivierter Windows-Authentifizierung.