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Version: 5.6

Konfiguration

Die folgenden Eigenschaften stellen Sie in der Konfiguration der Microsoft-SQL-Server-Anbindung ein:

Allgemein

Allgemeine Konfiguration und Verbindungseinstellungen

EigenschaftBeschreibung
NameBeliebiger Name, unter dem dieser Datenbankserver in der Verbindungsprojektierung erscheint. Wählen Sie einen Namen, der für Sie während der Verbindungsprojektierung eindeutig ist.

Verbindungseinstellungen

Failover-Einstellungen

hinweis

Wenn Sie einen Failover-Server im OPC Router nutzen möchten, benötigen Sie eine Lizenz für das Enterprise+ - Add-on. Weitere Informationen zur Abgrenzung dieser Funktion finden Sie unter 3rd-Party-Redundanz mit Enterprise+.

EigenschaftBeschreibung
Host/IP/DateiServername oder IP-Adresse des Microsoft SQL Servers, zu dem der OPC Router die Verbindung aufbauen soll.
PortNetzwerkport der Datenbankverbindung. Beim Microsoft SQL Server ist standardmäßig meist Port 1433 eingestellt.
DatenquelleName der Datenbank, die der OPC Router auf diesem SQL Server verwenden soll.
Windows-AuthentifizierungWenn diese Option aktiviert ist, meldet sich der OPC Router nicht mit Benutzername und Passwort aus dieser Maske an, sondern mit dem Windows-Konto des OPC Router Laufzeitdienstes. Dieses Konto muss die erforderlichen Rechte auf dem SQL Server und in der Datenbank besitzen. Weitere Hinweise finden Sie unter Authentifizierung sowie unter Hinweise zur Konfiguration von Windows-Benutzerkonten für den OPC Router.
BenutzerBenutzername für die SQL-Server-Anmeldung, wenn die Windows-Authentifizierung nicht verwendet wird.
PasswortPasswort für den angegebenen SQL-Server-Benutzer.
Failover-EinstellungenIn diesem Bereich kann die Nutzung eines alternativen SQL Servers aktiviert und konfiguriert werden. Der alternative Server wird verwendet, wenn der primäre Server nicht erreichbar ist. Hierzu gehören insbesondere die Aktivierung des Failovers sowie Adresse und Port des alternativen SQL Servers. Diese Funktion gehört zur 3rd-Party-Redundanz des Enterprise+ Add-ons. Die eigentliche Einrichtung eines Failover-Clusters erfolgt weiterhin im Microsoft SQL Server.

Erweiterte Verbindungsparameter

Erweiterte Verbindungsparameter Konfiguration

EigenschaftBeschreibung
Command Time-out (s)Zeit in Sekunden, die der OPC Router maximal auf die Ausführung eines SQL-Befehls wartet. Bei langsamen oder sehr großen Abfragen kann es notwendig sein, diesen Wert zu erhöhen.
Connection Time-out (s)Zeit in Sekunden, die für den Aufbau der Verbindung zum SQL Server maximal zur Verfügung steht.
Gleichzeitige VerbindungenAnzahl der Datenbankverbindungen, die der OPC Router parallel öffnen darf. Höhere Werte können die Verarbeitung beschleunigen, erhöhen aber auch die Last auf Datenbankserver und Netzwerk.
Pool Timeout (ms)Legt fest, wie lange der OPC Router maximal auf eine freie Verbindung aus dem Verbindungspool wartet. Ist innerhalb dieser Zeit keine Verbindung verfügbar, kann die Datenbankaktion nicht gestartet werden und endet mit einem Fehler.
Polling IntervallZeitabstand, in dem der OPC Router die Datenbank zyklisch auf Änderungen prüft. Wenn stattdessen SQL-Server-Benachrichtigungen verwendet werden, spielt dieser Wert eine geringere Rolle.

Relevante Timeouts

Bei der Kommunikation zwischen OPC Router und Microsoft SQL Server können Timeouts auftreten, wenn eine Verbindung oder ein SQL-Befehl nicht innerhalb der erwarteten Zeit abgeschlossen wird.

Arten von Timeouts

  • Connection Time-out: Maximale Zeit, die der OPC Router auf den Aufbau einer Verbindung zum Microsoft SQL Server wartet.
  • Command Time-out: Maximale Zeit, die der OPC Router auf die Ausführung eines SQL-Befehls wartet.
warnung

Wenn Sie das Command Time-out erhöhen, sollten Sie auch das OPC-Router-Timeout der betroffenen Verbindung entsprechend anpassen. Andernfalls können sich die Timeouts überschneiden und zu Fehlern führen.

Häufige Ursachen für Timeouts

  • Hohe Auslastung des Microsoft SQL Servers
  • Netzwerkprobleme zwischen OPC Router und SQL Server
  • Lang laufende oder fehlerhafte SQL-Befehle

Erweitert

Erweiterte Konfiguration

EigenschaftBeschreibung
Datetime-HandlingLegt fest, wie der OPC Router Zeitstempel beim Lesen und Schreiben interpretiert. Weitere Informationen finden Sie unter Verwendung von Zeitstempeln.
Klammer-VerhaltenLegt fest, wann SQL-Bezeichner wie Tabellen- oder Spaltennamen in eckige Klammern gesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Klammer-Verhalten.
Parameter UmwandlungWenn diese Option aktiviert ist, versucht der OPC Router Werte vor dem Senden in den erwarteten SQL-Datentyp umzuwandeln. Ist die Option deaktiviert, erfolgt diese Umwandlung erst auf Datenbankseite.
VerschlüsselnAktiviert die verschlüsselte Verbindung zum SQL Server. Dadurch werden die übertragenen Daten auf dem Netzwerkweg durch Verschlüsselung geschützt.
Serverzertifikat vertrauenLegt fest, ob ein SQL-Server-Zertifikat auch dann akzeptiert wird, wenn es nicht von einer bekannten oder vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle stammt.
Hostname im ZertifikatGibt bei Bedarf einen abweichenden erwarteten CN oder SAN für das Serverzertifikat an, wenn der konfigurierte Servername nicht mit dem Zertifikat übereinstimmt.
QuerySpParameterDefaultValueWenn diese Option aktiviert ist, liest der OPC Router die Standardwerte der Parameter von gespeicherten Prozeduren und speichert sie für die weitere Verwendung.
Update Zeilen mit Primärschlüsselwerten von Null oder kleinerLegt fest, ob bei Update-Vorgängen auch Datensätze berücksichtigt werden, deren Primärschlüsselwert 0 oder kleiner ist. Das ist nur in speziellen Datenmodellen sinnvoll, in denen solche Werte bewusst verwendet werden.

Verwendung von Zeitstempeln

Zeitstempel enthalten ein Datum und eine Uhrzeit. In Datenbankprojekten ist dabei entscheidend, ob diese Werte als lokale Uhrzeit oder als UTC-Zeit verstanden werden. Wenn diese Zuordnung nicht einheitlich erfolgt, können Zeitwerte beim Lesen, Schreiben oder Vergleichen um mehrere Stunden verschoben erscheinen.

Das Datetime-Handling legt fest, wie der OPC Router mit solchen Zeitstempeln umgeht.

hinweis

Wir empfehlen die Verwendung von UTC.

Empfehlung für die Praxis

Verwenden Sie nach Möglichkeit in allen beteiligten Systemen dieselbe Zeitbasis.

  • Wenn Ihre Datenbank, der OPC Router und angeschlossene Systeme mit UTC arbeiten, wählen Sie UTC.
  • Wenn Ihre Zeitwerte bewusst als lokale Uhrzeit gespeichert und verarbeitet werden, wählen Sie Local.
  • Verwenden Sie Unspecified nur dann, wenn Sie sicher sind, dass keine zusätzliche Zeitzonenbehandlung erfolgen soll.

Wenn Sie mit lokalen Zeitstempeln arbeiten, setzen Sie im Tab „Erweitert“ des Microsoft SQL Server Plug-ins das Datetime-Handling explizit auf Local.

Bedeutung der Optionen

Bei der Datenübertragung führt der OPC Router gegebenenfalls Datentypkonvertierungen durch. Wenn dabei keine Informationen zur Zeitzone vorhanden sind, verwendet er in der Regel die Zeitzone des OPC-Router-Dienstes. Erfolgt eine Konvertierung beim Einfügen in die Datenbank, wird die hier konfigurierte Einstellung verwendet.

Wichtig ist vor allem: Derselbe Zeitwert kann je nach Einstellung unterschiedlich interpretiert werden. Eine einheitliche Konfiguration hilft, unerwartete Zeitverschiebungen zu vermeiden.

OptionBeschreibung
UnspecifiedDer OPC Router übernimmt den Zeitstempel ohne zusätzliche Umrechnung. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn die Zeitwerte bereits in der gewünschten Form vorliegen und keine automatische Zeitzonenbehandlung stattfinden soll.
LocalDer OPC Router behandelt den Zeitstempel als lokale Uhrzeit des Systems beziehungsweise des konfigurierten Prozesses. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn Ihre Datenbankwerte bewusst in lokaler Zeit gespeichert werden.
UTCDer OPC Router behandelt beziehungsweise konvertiert den Zeitstempel als UTC-Zeit. Diese Einstellung ist in vielen Projekten die sicherste Wahl, weil UTC unabhängig von Sommer- und Winterzeit ist.

Klammer-Verhalten

  • Automatisch: In diesem Modus entscheidet der OPC Router im Einzelfall, ob ein Tabellen-, Spalten- oder anderer Objektname in eckige Klammern gesetzt werden muss. Die Entscheidung orientiert sich an den Vorgaben von Microsoft SQL Server.
  • Nie in eckige Klammern setzen: In diesem Modus ergänzt der OPC Router keine eckigen Klammern. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Ihre Bezeichner einfach aufgebaut sind und keine Sonderzeichen, Leerzeichen oder reservierten Wörter enthalten.
  • Immer in eckige Klammern setzen: In diesem Modus setzt der OPC Router alle Bezeichner in eckige Klammern. Das kann sinnvoll sein, wenn Objekt- oder Spaltennamen Sonderzeichen, Leerzeichen oder reservierte Wörter enthalten können.