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Version: 5.6

3rd-Party-Redundanz mit Enterprise+

Die 3rd-Party-Redundanz dient dazu, ein angebundenes Sub-System redundant erreichbar zu machen. Der OPC Router verbindet sich dabei primär mit einem bevorzugten Zielsystem und kann bei Bedarf auf ein alternatives Zielsystem umschalten.

Typische Einsatzfälle sind Plug-ins, in denen ein primärer und ein alternativer Server für dasselbe Zielsystem konfiguriert werden können, zum Beispiel bei einer Datenbankanbindung.

Wann dieses Konzept relevant ist

Dieses Konzept ist relevant, wenn nicht der OPC Router selbst, sondern das angebundene Fremdsystem redundant ausgelegt werden soll. Der OPC Router bleibt dabei eine Instanz, nutzt aber für die Verbindung zu einem Sub-System eine primäre und eine alternative Gegenstelle.

Voraussetzungen

Für diese Funktion wird das Add-on Enterprise+ benötigt. In der Enterprise-Lizenz ist dieses Add-on enthalten. Die zugehörige Funktionsbezeichnung in der Lizenzübersicht lautet "Redundante Anbindung von Sub-Systemen". Weitere Informationen zur Lizenzzuordnung und zu weiteren Enterprise+-Funktionen finden Sie unter Lizenzstufen.

Funktionen des Enterprise+-Add-ons in den jeweiligen Plug-ins

Die 3rd-Party-Redundanz des Enterprise+-Add-ons umfasst je nach Plug-in insbesondere folgende Funktionen:

  1. OPC Client: Redundante Anbindung eines OPC-Servers im OPC UA Plug-in und im OPC Classic Plug-in
  2. MS SQL: Nutzung eines alternativen SQL-Servers über die Failover-Einstellungen
  3. SAP®-Plug-in: Load-Balancing-Funktion für die SAP-Anbindung

Abgrenzung zu anderen Redundanzkonzepten

Unterschied zur Secure Redundanz des OPC Routers

Die Secure Redundanz macht den OPC Router selbst redundant. Dafür arbeiten ein Primär- und ein Sekundärdienst als Redundanzpaar bei Bedarf mit Projektsynchronisation zusammen.

Die 3rd-Party-Redundanz verfolgt ein anderes Ziel: Hier bleibt der OPC Router selbst unverändert, aber eine einzelne Verbindung zu einem externen System kann auf eine alternative Gegenstelle umschalten.

Unterschied zum externen HTTP(S)-Failover

Die HTTP(S)-Failover-Konzepte betreffen die Erreichbarkeit von Server-Endpunkten des OPC Routers über Reverse Proxys oder Load Balancer.

Die 3rd-Party-Redundanz betrifft dagegen keine Server-Endpunkte des OPC Routers, sondern die Anbindung eines Fremdsystems hinter einem Plug-in.

Typischer Einsatzfall

Ein typischer Einsatzfall ist eine OPC-UA-Client-Anbindung mit primärem und alternativem Server. Der OPC Router versucht zunächst, den primären OPC-UA-Server zu verwenden. Ist dieser nicht erreichbar oder liefert das konfigurierte Lebensitem keinen gültigen Zustand mehr, kann auf den alternativen Server umgeschaltet werden.

Die eigentliche Hochverfügbarkeit des Fremdsystems wird weiterhin außerhalb des OPC Routers bereitgestellt, zum Beispiel durch eine redundante Serverauslegung oder eine herstellerspezifische Failover-Lösung.

Wo diese Funktion konfiguriert wird

Die konkrete Konfiguration erfolgt jeweils im betroffenen Plug-in (siehe Abschnitt Funktionen des Enterprise+-Add-ons in den jeweiligen Plug-ins).