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Version: 5.6

HTTP(S)-Failover-Konzepte für REST, OPC UA Server & Web-Management im OPC Router

Was ist Failover?

hinweis

Dieses Kapitel behandelt ausschließlich externes Failover für HTTP(S)-basierte Schnittstellen des OPC Routers, also für REST-API und Web-Management sowie für Zugriffe auf den integrierten OPC UA Server, sofern diese über den Web-Management-Endpunkt bereitgestellt werden.

Failover gewährleistet, dass bei einem Serverausfall Anfragen automatisch auf einen anderen verfügbaren Server umgeleitet werden. Dafür wird typischerweise ein Reverse Proxy eingesetzt, der per Health Checks ermittelt, welcher Endpunkt eines Redundanzpaares aktuell aktiv ist.

hinweis

Dieses Failover ergänzt die interne OPC-Router-Redundanz, ersetzt sie aber nicht. Die Redundanz steuert, welcher OPC Router aktiv ist. Das HTTP(S)-Failover sorgt zusätzlich dafür, dass Clients diesen aktiven OPC Router weiterhin unter einer stabilen Adresse erreichen.

Wann dieses Kapitel relevant ist

Dieses Kapitel ist relevant, wenn externe Clients einen REST-Endpunkt, den integrierten OPC UA Server oder das Web-Management des aktiven OPC Routers immer unter derselben Adresse erreichen sollen.

Wenn Sie dagegen die interne Rollenverteilung, Projektsynchronisation, Heartbeats oder Zertifikate der OPC-Router-Redundanz konfigurieren möchten, verwenden Sie die Seiten zur Redundanz. Die hier beschriebenen Reverse-Proxy-Konfigurationen bauen auf einer bereits eingerichteten Redundanz auf.

Die in diesem Kapitel gezeigten Konfigurationsbeispiele beziehen sich konkret auf den REST-Fall. Für das Web-Management lässt sich das Grundprinzip analog nutzen. Wenn der Zugriff auf den integrierten OPC UA Server über den Web-Management-Endpunkt des OPC Routers erfolgt, kann dieser HTTP(S)-Pfad ebenfalls in ein Reverse-Proxy-Failover eingebunden werden. Ein separates Beispiel für ein natives OPC-UA-Failover über opc.tcp ist in diesem Kapitel nicht enthalten. Für ein natives OPC-UA-Failover über opc.tcp sollte der Client entsprechend OPC UA-Clientredundanz unterstützen.

Anwendungsfallbeispiel für Failover mit der OPC Router Redundanz

Situation

Die beiden OPC Router eines Redundanzpaares stellen denselben REST-Endpunkt zur Verfügung.

Die folgenden Beispielprojekte zeigen die Konfiguration für Primär- und Sekundärdienst.

Primärdienstprojekt

Sekundärdienstprojekt

Anforderung

Der REST-Endpunkt soll zuverlässig unter einer festen Adresse erreichbar sein. Anfragen an diese Adresse sollen automatisch an den aktuell aktiven OPC Router des Redundanzpaares weitergeleitet werden.

Lösung

Ein Reverse Proxy, zum Beispiel Nginx, wird so konfiguriert, dass Anfragen an eine feste Adresse an die beiden OPC Router weitergegeben werden können. Über Health Checks wird ermittelt, welcher Endpunkt aktuell aktiv ist. Nur dieser Endpunkt soll Anfragen annehmen.

Im Folgenden wird die Konfiguration eines solchen Failovers für ein OPC Router Redundanzpaar mit Nginx und Traefik beschrieben.

Weiterführende Seiten

Die konkrete Umsetzung ist in den folgenden Unterseiten beschrieben: