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Version: 5.6

Redundanz

Über die Redundanzeinstellungen kann ein OPC-Router-Paar so konfiguriert werden, dass bei einem Ausfall des Primärdienstes der Sekundärdienst übernimmt. Der OPC Router arbeitet dabei als Hot Standby: Der Sekundärdienst baut bereits im Standby-Betrieb die Verbindungen zu den Endpunkten auf und kann die aktive Rolle im Failover-Fall dadurch unmittelbar übernehmen. Zusätzlich kann eine Projektsynchronisation genutzt werden, um Projektstände zwischen beiden Systemen zu übertragen.

Diese eingebaute Secure Redundanz ist eines von mehreren Konzepten, mit denen der OPC Router Ausfälle abfängt und Systeme erreichbar hält. Je nach Konzept wird entweder der OPC Router selbst redundant betrieben oder die Verbindung zu einem externen Zielsystem auf eine alternative Gegenstelle umgeschaltet. Weitere Redundanz- und Failover-Varianten richten Sie an den jeweils dafür vorgesehenen Stellen ein, zum Beispiel im betroffenen Plug-in oder über einen vorgeschalteten Reverse Proxy.

AspektSecure Redundanz3rd-Party-Redundanz mit Enterprise+Externes HTTP(S)-Failover für Server-Endpunkte
ZweckMacht den OPC Router selbst redundant.Dient zur redundanten Anbindung eines externen Zielsystems, zum Beispiel eines alternativen OPC-Servers.Ergänzt die interne OPC-Router-Redundanz um eine stabile externe Adresse.
KonfigurationWird in den Einstellungen des OPC Routers konfiguriert.Wird im jeweiligen Plug-in konfiguriert.Wird über einen vorgeschalteten Reverse Proxy eingerichtet.
Abgrenzung und BesonderheitenUnterstützt je nach Version weitere Funktionen innerhalb der Redundanz, zum Beispiel Projektsynchronisation.Macht nicht den OPC Router selbst redundant und erfordert die Funktion „Redundante Anbindung von Drittanbieter-Systemen" aus dem Add-on Enterprise+.Betrifft REST, Web-Management und geeignete HTTP(S)-basierte Zugriffspfade und ersetzt weder die interne OPC-Router-Redundanz noch die 3rd-Party-Redundanz eines externen Zielsystems.

Verhalten im Betrieb

Solange der Primärdienst erreichbar ist, bleibt der Sekundärdienst im Standby. Fällt der Primärdienst aus, übernimmt der Sekundärdienst die aktive Rolle. In der Statusanzeige des Sekundärdienstes wird der aktive Zustand grün und der Standby-Zustand blau dargestellt.

Redundanzstatus mit aktiver Projektsynchronisation

hinweis

Projektsynchronisation und Failover lösen unterschiedliche Aufgaben: Die Projektsynchronisation überträgt Projektstände zwischen zwei OPC Routern. Ein HTTP(S)-Failover sorgt dagegen dafür, dass Clients weiterhin über eine stabile Adresse einen aktiven Endpunkt erreichen.

Themen in diesem Bereich

Redundanzkonfiguration

  • Aktuelle sichere Redundanz mit Heartbeat, Rollenwechsel und optionaler Projektsynchronisation (2. Generation)
  • Unterschiede zwischen 1. und 2. Generation direkt im Kontext der jeweiligen Einstellungen

Sichere Redundanz konfigurieren

Migration und Troubleshooting

  • Unterschiede zwischen Legacy und Secure Redundanz
  • Typische Fehler bei Firewall, Zertifikaten und Pre-Shared-Key

Troubleshooting und Migration von Legacy Redundanz zu Secure Redundanz

SAP im Redundanzbetrieb

  • Einordnung der SAP-spezifischen Besonderheiten im Redundanzbetrieb
  • Hinweise für Trigger, Benutzerkonzepte und Failover-Tests

SAP im Redundanzbetrieb

3rd-Party-Redundanz mit Enterprise+

  • Redundante Anbindung eines externen Zielsystems über das jeweilige Plug-in
  • Erfordert das Add-on Enterprise+ und ist klar von der internen Redundanz abzugrenzen

3rd-Party-Redundanz mit Enterprise+

HTTP(S)-Failover-Konzepte

  • Externes Failover für RESTful-Webservice-, OPC-UA-Server- und Web-Management-Funktionen im OPC Router
  • Beispiele mit Reverse Proxys wie Nginx und Traefik

HTTP(S)-Failover-Konzepte für REST, OPC UA Server & Web-Management im OPC Router