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Version: 5.6

SAP®-Plug-in

In der Konfiguration des SAP®-Plug-ins legen Sie fest, mit welchem SAP®-System sich der OPC Router verbindet und wie die Anmeldung erfolgt. Die Einstellungen sind auf mehrere Registerkarten verteilt: Allgemein, Sicherheit, Sprache und Codepages sowie Erweitert.

hinweis

Wenn Sie Load Balancing nutzen möchten, benötigen Sie eine Enterprise-Lizenz.

Allgemein

Auf der Registerkarte „Allgemein“ legen Sie den Namen der Anbindung, das Client-Protokoll und das Anmeldeverfahren fest.

SAP®-Plug-in – Registerkarte Allgemein

EigenschaftBeschreibung
NameBeliebiger Name, unter dem dieses SAP®-System in der Verbindungsprojektierung erscheint. Wählen Sie einen Namen, der die Anbindung eindeutig beschreibt.
Client-ProtokollSAP®-Treiber, den der OPC Router für die Kommunikation verwendet. Zur Auswahl stehen das RFC-Protokoll und das NetWeaver RFC-Protokoll.
ClientbibliothekenFügen Sie hier die erforderlichen Bibliotheken hinzu: unter Windows die *.dll-Dateien, im Docker die *.so-Dateien.
VerbindungstypWählen Sie das gewünschte Anmeldeverfahren: Direkte Anmeldung oder Load Balancing.
hinweis

Das klassische RFC-Protokoll (Bibliothek librfc32) ist von SAP abgekündigt und wird seit dem 31. März 2016 nicht mehr unterstützt. Wählen Sie für neue Anbindungen das NetWeaver RFC-Protokoll; das klassische RFC-Protokoll steht nur noch aus Kompatibilitätsgründen zur Verfügung.

Direkte Anmeldung

Bei der direkten Anmeldung verbindet sich der OPC Router explizit mit einem einzelnen SAP®-Anwendungssystem.

SAP®-Plug-in – Direkte Anmeldung

EigenschaftBeschreibung
Host/IPName oder IP-Adresse des Servers mit dem SAP®-Anwendungssystem. Es erfolgt eine explizite Anmeldung an einem System (kein Load-Balancing-Verfahren).
System-NummerNummer des SAP®-Systems.
MandantMandant (Buchungskreis) für den SAP®-Benutzer.

Load Balancing

Beim Load Balancing erfolgt die Anmeldung über einen Message-Server, der die Last auf mehrere Anwendungsserver verteilt.

SAP®-Plug-in – Load Balancing

EigenschaftBeschreibung
Message-ServerName oder IP-Adresse des SAP®-Message-Servers.
Log-on-GruppeLog-on-Gruppe des SAP®-Systems.
System-NummerNummer des SAP®-Systems.
MandantMandant (Buchungskreis) für den SAP®-Benutzer.

Sicherheit

Auf der Registerkarte „Sicherheit“ wählen Sie das Anmeldeverfahren und konfigurieren die zugehörigen Zugangsdaten.

SAP®-Plug-in – Registerkarte Sicherheit

EigenschaftBeschreibung
AnmeldeverfahrenAuswahl zwischen Basic Authentication und Secure Network Communications (SNC).

Basic Authentication

EigenschaftBeschreibung
BenutzernameBenutzername zur Anmeldung am SAP®-System.
PasswortKennwort zur Anmeldung am SAP®-System.

Secure Network Communications (SNC)

Bei SNC (Secure Network Communications) erfolgt die Kommunikation mit dem SAP®-System verschlüsselt. Die Verschlüsselung übernimmt eine externe SAP®-Kryptobibliothek.

Voraussetzungen für SNC

Für eine SNC-gesicherte Anbindung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Krypto-Bibliothek: Eine SAP®-Kryptobibliothek (sapcrypto.dll) muss installiert sein. Sie wird nicht von inray bereitgestellt – wenden Sie sich an den Support, wenn Sie sie einsetzen möchten.
  • PSE-Datei: Eine PSE-Datei (Personal Security Environment) stellt die für SNC verwendeten Schlüssel und Zertifikate bereit. Für alle Benutzer muss Zugriff auf die PSE-Datei gewährleistet sein.
  • Umgebungsvariable SECUDIR: Die Umgebungsvariable SECUDIR muss auf das Verzeichnis mit den SAP®-Crypto-Dateien zeigen, zum Beispiel C:\sapcrypto\nt-x86_64\sec.

SAP®-Plug-in – Secure Network Communications (SNC)

EigenschaftBeschreibungBeispiel (ohne Single Sign-On)
BenutzernameBenutzername des SAP®-Benutzers, mit dem sich der OPC Router anmeldet.RFCUSER
PasswortKennwort des SAP®-Benutzers. Es wird über die Secret-Verwaltung als Secret hinterlegt und hier ausgewählt.Secret SAP-PROD-RFCUSER
AnmeldungOption Windows-Benutzer verwenden: Anmeldung mit dem aktuell angemeldeten Windows-Benutzer (für Single Sign-On).deaktiviert
Eigener SNC-NameSNC-Name des OPC Routers im Format p:CN=..., wie er im ausgestellten Zertifikat hinterlegt ist.p:CN=OPCROUTER, O=INRAY, C=DE
Name des SNC-PartnersSNC-Name des SAP®-Systems (Partner) im Format p:CN=....p:CN=SAPPROD, O=INRAY, C=DE
SNC-BibliothekspfadPfad zur SNC-/Krypto-Bibliothek (sapcrypto.dll). Über die Schaltfläche „…“ auswählbar.C:\sapcryptolib\sapcrypto.dll
Single Sign-On verwendenMeldet sich ohne explizite Zugangsdaten über die Windows-Anmeldung am SAP®-System an. Ohne Single Sign-On werden stattdessen Benutzername und Passwort verwendet.deaktiviert
SicherheitsstufeSchutzniveau der SNC-Verbindung, zum Beispiel Maximal oder Standard.Maximal
AuthentifizierungsmethodeVerfahren der Windows-Authentifizierung, nur bei aktivem Single Sign-On relevant: NTLM oder Kerberos5.
SicherheitszertifikatZertifikat für die SNC-Identität. Über + hinzufügen, über das Augensymbol anzeigen, über das Papierkorb-Symbol entfernen.Ohne

Konfiguration auf SAP-Seite

Damit eine SNC-Verbindung zustande kommt, muss auch das SAP®-System für SNC vorbereitet sein. Diese Aufgaben werden in der Regel von der SAP-Basis-Administration durchgeführt – gegebenenfalls gemeinsam mit dem für Zertifikate und PKI zuständigen Team – und nicht im OPC Router. Typischerweise gehören dazu:

  • SNC am SAP®-System aktivieren: Setzen der SNC-Profilparameter (zum Beispiel snc/enable, snc/identity/as, snc/gssapi_lib) und Bereitstellen einer SNC-Identität für den Server.
  • Zertifikate austauschen: Gegenseitiges Vertrauen zwischen OPC Router und SAP®-System herstellen, indem die Zertifikate in die jeweiligen Zertifikatslisten beziehungsweise PSEs importiert werden (auf SAP-Seite über die Transaktion STRUST).
  • SNC-Namen freischalten und zuordnen: Den SNC-Namen des OPC Routers im SAP®-System bekannt machen und berechtigen, zum Beispiel über die Zugriffssteuerungsliste in Transaktion SNC0. Bei SNC-basiertem Single Sign-On wird der SNC-Name zusätzlich dem SAP®-Benutzer zugeordnet (Transaktion SU01, Registerkarte „SNC").

Die genaue Vorgehensweise hängt von der SAP®-Systemlandschaft und den eingesetzten Sicherheitsprodukten ab. Ziehen Sie hierfür die SAP®-Dokumentation und Ihre SAP-Basis-Administration hinzu.

Sprache und Codepages

Auf der Registerkarte „Sprache und Codepages“ legen Sie die verwendete Anmeldesprache und die Zeichencodierung der RFC-Trigger fest.

SAP®-Plug-in – Registerkarte Sprache und Codepages

EigenschaftBeschreibung
SpracheSprache, die Sie nutzen möchten, zum Beispiel de für Deutsch oder en für Englisch. Die gewählte Sprache muss auf dem SAP®-System vorhanden sein.
IDoc-KulturAuswahl der IDoc-Kultur (Deutsch oder Englisch). Eine passende Kultur verhindert Fehler, etwa bei abweichender Datumsschreibweise (1. Februar 2018: 01.02.2018 im Deutschen, 02.01.2018 im Englischen).

RFC-Trigger registrieren als

EigenschaftBeschreibung
UnicodeRegistriert RFC-Trigger als Unicode.
Non-UnicodeRegistriert RFC-Trigger als Non-Unicode.

Bei Verwendung von SAP® NetWeaver muss immer Unicode aktiviert werden. Beim klassischen RFC-Protokoll hängt die Codierung von der verwendeten Bibliothek ab: librfc32 (ohne Unicode) oder librfc32u (mit Unicode). Das Ziel in der SAP®-Transaktion SM59 muss passend dazu auf Unicode beziehungsweise Non-Unicode eingestellt sein – abhängig von der Einstellung im OPC Router und der verwendeten Bibliothek.

Erweitert

Auf der Registerkarte „Erweitert“ steuern Sie das IDoc-Handling und das Verhalten bei eingehenden RFC-Aufrufen und IDocs.

SAP®-Plug-in – Registerkarte Erweitert

EigenschaftBeschreibung
IDoc-HandlingLegt fest, wie IDocs aufbereitet werden: Mit Vorlage aus dem SAP®-System nutzen werden die im SAP®-System hinterlegten Standardwerte aus den Segmenten übernommen. Mit Leeres IDoc erstellen werden nur die – leeren – Segmente übernommen.
IDOC-RedundanzWenn aktiviert, werden empfangene IDocs in einem Redis-Cache zwischengespeichert. Das ermöglicht einen redundanten Betrieb des OPC Routers, sodass empfangene IDocs auch nach einem Ausfall weiterverarbeitet werden können.
Redis-VerbindungszeichenfolgeVerbindungsdaten zum Redis-Cache, die bei aktivierter IDOC-Redundanz verwendet werden. Sie werden über die Secret-Verwaltung hinterlegt. Über die Schaltfläche „Test Redis“ lässt sich die Verbindung prüfen.
Zusätzlichen Prozess für den Empfang von RFC-Aufrufen und IDocs verwendenWenn diese Option aktiv ist, wird der OPC Router bei einem Fehler im SAP-Trigger (RFC oder IDoc) nicht angehalten und arbeitet weiter.

Über die Schaltfläche „Test“ prüfen Sie, ob die Verbindung erfolgreich aufgebaut werden kann.

hinweis

Um die bevorzugten Einstellungen des verwendeten SAP®-Benutzers nutzen zu können, benötigt der OPC Router Lesezugriff auf die SAP®-Tabelle USR01.

Verwendeten Port anpassen

Standardmäßig nutzt der OPC Router den Port 33<System-Nummer> zur Kommunikation mit dem SAP®-System, also zum Beispiel 3301 bei System-Nummer 01. Wenn das SAP®-System einen anderen Port verwendet und das SAP®-GUI nicht installiert ist, muss der Port angepasst werden:

  1. Legen Sie eine Sicherungskopie der Datei C:\Windows\System32\drivers\etc\services an.

  2. Öffnen Sie die Datei C:\Windows\System32\drivers\etc\services mit einem Text-Editor (nicht die Kopie).

  3. Ändern oder ergänzen Sie den Eintrag sapgw00. Die Portnummer wird im Format XX00 angegeben, also zum Beispiel 3600.

    sapgw00 <Portnummer>/tcp
  4. Speichern Sie die Datei.

Der OPC Router verwendet anschließend die angegebene Portnummer.