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Version: 5.6

SAP®

Mit dem SAP®-Plug-in binden Sie den OPC Router an beliebig viele SAP®-Systeme an und tauschen Daten über IDocs, BAPIs und RFC-Funktionsbausteine aus. Dadurch lassen sich SAP®-Systeme sowohl als Datenquelle als auch als Datenziel in Verbindungen des OPC Routers einbinden.

Voraussetzung ist, dass das jeweilige SAP®-System die RFC-Technologie unterstützt. Das Plug-in kommuniziert ausschließlich über RFC – einschließlich IDocs und BAPIs – wahlweise über das klassische RFC-Protokoll oder das NetWeaver RFC-Protokoll. Unterstützt werden damit SAP®-Systeme mit RFC-Schnittstelle, zum Beispiel NetWeaver, ECC 6 und R/3 ab 4.0b. SAP®-Systeme können dabei nicht nur Daten bereitstellen oder entgegennehmen, sondern über Trigger auch aktiv Datentransfers im OPC Router auslösen.

hinweis

Im Docker wird ausschließlich das SAP® NetWeaver-Protokoll unterstützt.

Inhalte dieser Dokumentation

SAP®-Plug-in konfigurieren

Beschreibt die Konfiguration der SAP®-Anbindung, einschließlich Anmeldeverfahren, Sicherheit, Sprache und erweiterter Einstellungen.

SAP®-Plug-in konfigurieren

Transferobjekte

Zeigt, wie Sie über IDoc-, BAPI- und RFC-Transferobjekte Daten an SAP®-Systeme senden oder aus ihnen lesen.

Transferobjekte

Trigger

Erklärt, wie ein angebundenes SAP®-System über IDoc- und RFC-Trigger Datentransfers im OPC Router auslöst.

Trigger

Beispiele

Enthält durchgängige Beispiele für die Projektierung von SAP®-Transfers.

SAP®-Beispiele

Voraussetzungen

Für die Anbindung an ein SAP®-System sind je nach verwendetem Protokoll bestimmte Bibliotheken erforderlich. SAP®-Dateien dürfen von der inray Industriesoftware GmbH nicht ausgeliefert werden (Stand 2018). Sie benötigen daher einen gültigen SAP®-Account, um die erforderlichen Bibliotheken zu beziehen.

VoraussetzungBeschreibung
NetWeaver RFC-ProtokollErfordert die Installation des SAP® NetWeaver RFC SDK. Eine Übersicht der SAP®-Bibliotheken finden Sie in der Dokumentation von Theobald Software.
RFC-Protokoll (klassisch)Erfordert das Log-on-Pad oder die Datei librfc32.dll. Die DLL muss im Verzeichnis \Windows\System32 liegen. Soll das Programm auf 64-Bit-Systemen im 32-Bit-Modus laufen, muss die 32-Bit-Version der DLL in \Windows\SysWOW64 liegen.
Microsoft Visual C++ 2005 SP1Bei Verwendung von librfc32 muss auf einigen Systemen Microsoft Visual C++ 2005 Service Pack 1 installiert werden.
hinweis

Die klassische RFC-Bibliothek librfc32 wird von SAP nicht mehr weiterentwickelt und seit dem 31. März 2016 nicht mehr unterstützt (Wartungsende mit SAP®-Release 7.10). Nachfolger ist das SAP® NetWeaver RFC SDK, das daher für neue Anbindungen empfohlen wird. Das klassische RFC-Protokoll über librfc32 ist im OPC Router nur noch aus Kompatibilitätsgründen verfügbar.

Benötigte SAP®-Berechtigungen

Damit der OPC Router mit dem SAP®-System kommunizieren kann, benötigt der verwendete SAP®-Benutzer bestimmte Berechtigungen.

Mindestberechtigungen für den Verbindungsaufbau:

S_RFC RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=SYST ;ACTVT=16 ;
S_RFC RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=RFC1 ;ACTVT=16 ;

Nachschlagen von Tabellen und Tabellenmetadaten:

S_RFC            RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=SDTX ;ACTVT=16 ;
S_RFC RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=SDIFRUNTIME ;ACTVT=16 ;
S_TABU_DIS ACTVT=03 ;DICBERCLS=&NC& ;

Nachschlagetabelle für IDocs (EDBAS) oder folgende separate Berechtigungsprüfung für jede zu lesende Tabelle:

S_RFC            RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=SDTX ;ACTVT=16 ;
S_RFC RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=SDIFRUNTIME ;ACTVT=16 ;
S_TABU_DIS ACTVT=03 ;DICBERCLS=XXXX ;
S_TABU_NAM ACTVT = 03; TABLE = DD02V

XXXX ist dabei die Berechtigungsgruppe der Tabelle. Welche Berechtigungsgruppe zu welcher Tabelle gehört, entnehmen Sie der Tabelle TDDAT (zum Beispiel über SE16). Ist die Tabelle dort nicht aufgeführt, gilt die Berechtigungsgruppe &NC&. Für die Autorisierung einzelner Tabellen verwenden Sie das Berechtigungsobjekt S_TABU_NAM anstelle von S_TABU_DIS.

Bei Verwendung benutzerdefinierter Funktionen wie Z_XTRACT_IS_TABLE_COMPRESSION, Z_XTRACT_IS_TABLE oder Z_XTRACT_IS_TABLE_JOIN:

S_RFC            RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=XXXX ;ACTVT=16 ;

XXXX ist hier der Name der Funktionsgruppe, in der sich der benutzerdefinierte Funktionsbaustein befindet.

Nachschlagen und Ausführen einer SAP® Query:

S_RFC            RFC_TYPE=FUGR ;RFC_NAME=AQRC ;ACTVT=16 ;

SAP®-Anbindung einrichten

  1. Öffnen Sie das Plug-in, indem Sie im Menü „Plug-ins“ auf „SAP“ klicken.
  2. Klicken Sie auf die Plus-Schaltfläche oder doppelklicken Sie auf einen vorhandenen Eintrag.
  3. Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen vor (siehe SAP®-Plug-in konfigurieren).
  4. Prüfen Sie über „Verbindung testen“, ob die Verbindung zustande kommt.
  5. Bestätigen Sie mit „OK“.

Das SAP®-System steht anschließend zur Projektierung einer Verbindung zur Verfügung.

hinweis

Nutzen Sie die Schaltfläche „Testen“, um die Verbindung zu prüfen und Laufzeitfehlern vorzubeugen. Änderungen werden erst nach Bestätigung mit „OK“ übernommen.

hinweis

Wenn die Anbindung über Secure Network Communications (SNC) abgesichert wird, werden zusätzlich die SAP®-Crypto-Dateien benötigt: Für alle Benutzer muss Zugriff auf die PSE-Datei gewährleistet sein und die Umgebungsvariable SECUDIR muss auf den Pfad zu den SAP®-Crypto-Dateien gesetzt werden, zum Beispiel C:\sapcrypto\nt-x86_64\sec. Für Verbindungen mit Basic Authentication sind diese Dateien nicht erforderlich.

Typische Anwendungsfälle

  • Übertragung von Produktions- und Auftragsdaten zwischen Shopfloor und SAP®-System
  • Buchung von Material-, Lager- und Qualitätsdaten über BAPIs
  • Austausch von Geschäftsbelegen über IDocs
  • Aufruf kundenspezifischer Funktionsbausteine über RFC
  • Auslösen von Datentransfers durch das SAP®-System über IDoc- und RFC-Trigger