Zum Hauptinhalt springen
Version: 5.6

Oracle Plug-in

Mit dem Oracle Plug-in verbindet der OPC Router eine Oracle-Datenbank mit anderen Systemen und Datenquellen. Sie können Daten lesen, schreiben, aktualisieren und löschen sowie SQL-Abfragen und gespeicherte Prozeduren ausführen. Die Anbindung erfolgt über die Oracle-Client-Treiber und unterstützt die Verbindungstypen Hostname, TNS und Cloud Wallet.

Die eigentliche Datenübertragung wird über die generischen relationalen Transferobjekte und Trigger umgesetzt. Filterausdrücke sind unter Datenbank-Filteroperatoren beschrieben, durchgängige Beispiele unter Beispiele und Konzepte. Die erweiterten Verbindungsparameter und das Klammer-Verhalten sind für alle relationalen Datenbank-Plug-ins gleich und unter Gemeinsame Verbindungseinstellungen beschrieben.

Verbindungsdialog des Oracle Plug-ins, Reiter „Connection settings“ mit Verbindungstyp, Server, Port, Datenbank, Schema und Anmeldung

Verbindungseinstellungen

EigenschaftBeschreibung
NameBeliebiger Name, unter dem dieser Datenbankserver in der Verbindungsprojektierung erscheint. Wählen Sie einen Namen, der für Sie während der Verbindungsprojektierung eindeutig ist.

Verbindungstyp

Der Verbindungstyp legt fest, wie der OPC Router die Oracle-Datenbank adressiert. Wählen Sie ihn passend zu Ihrer Oracle-Umgebung. Je nach Typ werden unterschiedliche Felder eingeblendet.

  • Hostname: Direkte Verbindung über Servername, Port und Datenbank. Einfachster Fall, wenn Adresse und Port des Oracle-Dienstes bekannt sind.
  • TNS: Verbindung über einen TNS-Alias aus der tnsnames.ora. Geeignet, wenn auf dem OPC-Router-Host bereits eine Oracle-Net-Konfiguration mit benannten Aliassen gepflegt wird. Voraussetzung ist ein installierter Oracle-Client mit passender tnsnames.ora (Verzeichnis siehe „Oracle home“).
  • Cloud Wallet: Verbindung zu einer Oracle Autonomous Database bzw. Oracle Cloud über ein heruntergeladenes Wallet (verschlüsseltes Zugangsdaten-Archiv aus der Cloud-Konsole).
EigenschaftBeschreibung
ServerServername oder IP-Adresse des Oracle-Servers, zu dem der OPC Router die Verbindung aufbauen soll.
PortNetzwerkport der Datenbankverbindung. Bei Oracle ist standardmäßig meist Port 1521 eingestellt.
DatenbankDatenbank bzw. Service, mit der die Verbindung hergestellt werden soll.
Hinweis: Diese Eigenschaft muss für einen erfolgreichen Verbindungstest gesetzt sein.
SchemaOracle-Schema, das verwendet werden soll.

Authentifizierung

Für die Anmeldung an der Oracle-Datenbank stehen zwei Verfahren zur Verfügung. Die zugehörigen Felder befinden sich auf dem Reiter „Connection settings“ unterhalb der Verbindungsfelder.

EigenschaftBeschreibung
Windows-AuthentifizierungWenn diese Option aktiviert ist, meldet sich der OPC Router nicht mit Benutzername und Passwort aus dieser Maske an, sondern mit dem Windows-Konto des OPC Router Laufzeitdienstes (externe Authentifizierung).
BenutzerBenutzername für die Anmeldung am Oracle-Server, wenn die Windows-Authentifizierung nicht verwendet wird.
PasswortPasswort für den angegebenen Benutzer, hinterlegt als Secret.

Oracle-Benutzer und Passwort

Der Standardfall ist die Anmeldung mit einem in der Oracle-Datenbank angelegten Benutzer und dessen Passwort. Das Konto muss über die Objektrechte verfügen, die für die gewünschten Aktionen erforderlich sind (siehe Benötigte Rechte). Hinterlegen Sie das Passwort als Secret und verwenden Sie nach Möglichkeit ein dediziertes Konto mit minimal erforderlichen Rechten.

Windows-Authentifizierung

Bei aktivierter Windows-Authentifizierung meldet sich der OPC Router mit dem Windows-Konto des Laufzeitdienstes an; Benutzername und Passwort aus dieser Maske entfallen. In der Oracle-Datenbank muss dafür ein extern authentifizierter Benutzer eingerichtet sein.

Diese Authentifizierungsart ist nur für Windows-Systeme geeignet und wird unter Docker oder Linux nicht unterstützt. Für die Projektierung gelten die Rechte des Benutzers, unter dem die Konfigurationsumgebung läuft; zur Laufzeit die des Dienstkontos. Weitere Hinweise finden Sie unter Hinweise zur Konfiguration von Windows-Benutzerkonten für den OPC Router.

Benötigte Rechte

Zusätzlich zur Anmeldung muss das verwendete Konto die passenden Objektrechte in der Datenbank besitzen. Welche das sind, hängt von den eingesetzten Transferobjekten und deren Optionen ab.

Aktion im TransferobjektBenötigtes Recht
Select (ohne Veränderung der Datensätze)SELECT
Select mit Option „Datensätze nach durchgeführtem Transfer markieren“SELECT, UPDATE
Select mit Option „Datensätze nach erfolgreichem Transfer löschen“SELECT, DELETE
InsertINSERT
UpdateUPDATE
DeleteDELETE
Gespeicherte ProzedurenEXECUTE

Erweiterte Einstellungen

Verbindungsdialog des Oracle Plug-ins, Reiter „Advanced“ mit Klammer-Verhalten, Parameter-Umwandlung, Oracle-Schema- und Datentyp-Optionen

EigenschaftBeschreibung
Parameter UmwandlungWenn diese Option aktiviert ist, wandelt der OPC Router Werte vor dem Senden in den erwarteten SQL-Datentyp um. Ist die Option deaktiviert, erfolgt die Umwandlung erst auf Datenbankseite.
Boolesche-Werte konvertierenWenn diese Option aktiviert ist, werden die Werte „1“, „y“, „t“ in true und „0“, „n“, „f“ in false konvertiert.
Oracle append schemaLegt fest, ob das Schema an den Bezeichner angehängt wird.
Legacy: Verhalten wie in der vorherigen Version.
Ja: Das Schema wird immer angehängt – nützlich bei mehreren Schemata in derselben Datenbank.
Nein: Das Schema wird nicht angehängt.
Oracle column data type sourceLegt fest, wie die Datentypen der Spalten behandelt werden.
Automatisch: Datentypen werden beim Lesen in den am besten passenden Typ konvertiert.
Data Reader: Datentypen werden beim Lesen unverändert beibehalten.
Oracle homeVerzeichnis, in dem die Oracle-Client-Software installiert ist. Wird u. a. für die TNS-Auflösung (tnsnames.ora) benötigt.
Oracle-Pakete einschließenWenn diese Option aktiviert ist, werden gespeicherte Prozeduren, die sich in Packages befinden, mit aufgelistet.