OPC UA-Server-Plug-in
Die folgenden Eigenschaften stellen Sie in der Konfiguration des OPC-Servers ein:
Servereigenschaften

Die Abbildung zeigt den Konfigurationsdialog für die allgemeinen Servereigenschaften. In diesem Bereich legen Sie Name, Kommunikationsports, Zertifikate, zulässige Anmeldeverfahren und die Endpunktadresse fest. Im unteren Bereich des Dialogs konfigurieren Sie außerdem die zulässigen Sicherheitsprofile und steuern, ob globale Variablen und Leistungsdaten im Adressraum veröffentlicht werden.
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Name | Definiert den eindeutigen Anzeigenamen der OPC-UA-Serverinstanz in der Verbindungsprojektierung. Verwenden Sie einen Namen, der die Funktion oder den Anwendungsbereich des Servers eindeutig beschreibt. |
| Port | Legt den TCP-Port fest, unter dem der OPC-UA-Server für klassische OPC-UA-Verbindungen erreichbar ist. Der Port muss im Zielsystem verfügbar sein und darf nicht bereits durch einen anderen Dienst belegt werden. |
| HTTPS port | Aktiviert zusätzlich einen HTTPS-Endpunkt für den OPC-UA-Server. Nach dem Aktivieren legen Sie im Eingabefeld fest, über welchen HTTPS-Port der Endpunkt veröffentlicht wird. Hinweise zu Anmeldung, SecurityPolicy und Reverse-Proxy-Verhalten finden Sie im Kapitel OPC UA-Server über HTTPS. |
| OPC-UA Server über den Webmanagement-Endpunkt bereitstellen. | Veröffentlicht den OPC-UA-Server zusätzlich über den Web-Management-Endpunkt. Verwenden Sie diese Option, wenn der Server über die Web-Management-Infrastruktur erreichbar sein soll. Bei Siemens Industrial Edge muss der Client die Adresse ohne /opcrouter verwenden, damit die Verbindung aufgebaut werden kann. Weitere Hinweise enthält das Kapitel OPC UA-Server über HTTPS. |
| Sample Rate (ms) | Bestimmt das Aktualisierungsintervall für ausgegebene Werte in Millisekunden. Nach Ablauf dieses Intervalls stellt der Server neue Werte für abonnierte oder gelesene Datenpunkte bereit. |
| Serverzertifikat | Legt das Zertifikat fest, mit dem sich der OPC-UA-Server gegenüber Clients ausweist. Das Zertifikat wird für signierte und verschlüsselte Verbindungen verwendet. Über das Plus-Symbol können Sie ein neues Zertifikat anlegen. |
| Akzeptierte Client-Zertifikate | Legt fest, aus welcher Zertifikatsquelle Client-Zertifikate akzeptiert werden. Mit Alle (unsicher) akzeptiert der Server alle Client-Zertifikate und verzichtet damit auf eine vertrauenswürdige Vorauswahl. Mit Router werden ausschließlich Zertifikate aus der Zertifikatsverwaltung des OPC Routers verwendet. Mit Windows werden Zertifikate aus der Windows-Zertifikatsverwaltung herangezogen. |
| Mutual-TLS aktivieren | Erzwingt, dass das TLS-Client-Zertifikat zur Client-Anwendungsidentität passt. Aktivieren Sie diese Option nur, wenn Ihre Clients mit konsistenten und verwalteten Anwendungs- und Client-Zertifikaten arbeiten. |
| Anmeldung: Anonyme Anmeldung zulassen | Erlaubt den Verbindungsaufbau ohne Benutzerauthentifizierung. Aktivieren Sie diese Option nur in Umgebungen mit entsprechend reduziertem Schutzbedarf oder zu Testzwecken. |
| Endpunktadresse | Zeigt die aus den aktuellen Einstellungen generierte Endpunktadresse an. Über diese Adresse greifen OPC-UA-Clients auf den Server zu. In Container-Umgebungen kann hier ein interner Hostname oder Container-Identifizierer erscheinen, der außerhalb des Containers nicht direkt erreichbar ist. Stellen Sie in diesem Fall sicher, dass der Port auf den Host veröffentlicht wird und Clients die Host-Adresse verwenden, oder dass sich Client und OPC Router im selben Docker-Netzwerk befinden. Für HTTPS- und Web-Management-Szenarien beachten Sie zusätzlich das Kapitel OPC UA-Server über HTTPS. |
Sicherheitseinstellungen
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Keine | Stellt einen Endpunkt ohne Signierung und ohne Verschlüsselung bereit. Verwenden Sie diese Option nur in geschützten Test- oder Entwicklungsumgebungen. |
| Basic128 Rsa15 | Aktiviert einen Endpunkt mit der Sicherheitsrichtlinie Basic128Rsa15. Über die Auswahl rechts legen Sie zusätzlich den Nachrichtenmodus fest, zum Beispiel nur signieren oder signieren und verschlüsseln. |
| Basic256 Sha256 | Aktiviert einen Endpunkt mit der Sicherheitsrichtlinie Basic256Sha256. Über die Auswahl rechts legen Sie zusätzlich den Nachrichtenmodus fest, zum Beispiel nur signieren oder signieren und verschlüsseln. |
Datenbereitstellung
| Daten | Beschreibung |
|---|---|
| Globale Variablen | Veröffentlicht die globalen Variablen des OPC Routers im Adressraum des OPC-UA-Servers. Dadurch können Clients auf diese Variablen zugreifen. |
| Leistungsdaten | Veröffentlicht Betriebs- und Diagnosedaten des OPC Router Service im Adressraum. Nutzen Sie diese Daten für Monitoring, Analyse und Fehlersuche. |
Adressraum:

Im oberen Bereich können vorhandene NodeSets aus der UA Cloud Library oder aus eigenen Quellen importiert und in diesen Adressraum integriert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel NodeSets.
Definieren Sie den bereitzustellenden OPC-UA-Adressraum:
Die Spalten haben folgende Bedeutung:
Anzeigename: Name des Elements im Adressraum.Typendefinition: Typ des Elements, zum Beispiel Objekt, Ordner, Variable oder Methode.Datentyp: Datentyp der Variable.Standardwert: Initialwert der Variable.Kommentar: Freitext zur Dokumentation des Elements.
Wenn ein NodeSet Methoden enthält, werden diese im Adressraum aufgelistet. Die Definition der Logik erfolgt nicht direkt an dieser Stelle, sondern über eine Verbindung mit einem OPC-Methoden-Trigger. Der Inhalt der Methode ergibt sich aus dem in dieser Verbindung konfigurierten Datentransfer. Details dazu finden Sie im Kapitel OPC-Methoden verwenden.
Wenn Datenpunkte zur Laufzeit erzeugt oder über Clients beschrieben werden sollen, beachten Sie zusätzlich das Kapitel Daten über den OPC UA-Server schreiben.
Benutzerverwaltung

Die Abbildung zeigt die Übersicht der angelegten Benutzerkonten. Über die Benutzerverwaltung können Sie verschiedene Benutzer mit verschiedenen Berechtigungen wie „Werte lesen“ oder „Werte schreiben“ definieren sowie bestehende Konten bearbeiten oder entfernen.

Im Dialog zum Bearbeiten eines Benutzers definieren Sie die Zugangsdaten und legen fest, welche Aktionen der jeweilige Benutzer im OPC-UA-Server ausführen darf.
Erweitert

Die erweiterten Eigenschaften bündeln Aktualisierungsintervalle und Grenzwerte für Sitzungen, Subscriptions, Nachrichten und Datenformate. Darüber steuern Sie das Ressourcenverhalten des Servers und legen fest, in welchen Intervallen der Adressraum sowie gespeicherte Itemwerte aktualisiert werden.
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Intervall für die Adressraumaktualisierung | Legt fest, in welchem Intervall Änderungen am Adressraum intern aktualisiert und für Clients wirksam werden. Kleinere Werte erhöhen die Aktualität, können aber die Systemlast steigern. |
| Max Session Count | Begrenzt die maximale Anzahl gleichzeitig geöffneter Client-Sitzungen. Erhöhen Sie den Wert nur, wenn die erwartete Client-Anzahl dies erfordert. |
| Max Subscription Count | Begrenzt die maximale Anzahl aktiver Subscriptions über alle verbundenen Clients hinweg. Damit begrenzen Sie die Last durch Überwachungen und Datenmeldungen. |
| Maximale Stringlänge | Legt die maximal zulässige Länge von String-Werten in Zeichen fest. Werte oberhalb dieses Limits können nicht vollständig übertragen oder verarbeitet werden. |
| Max Byte-String Länge | Legt die maximal zulässige Größe von ByteString-Werten in Byte fest. Nutzen Sie diese Grenze, um Speicherbedarf und Übertragungsgröße zu kontrollieren. |
| Max Array Länge | Legt die maximal zulässige Anzahl von Elementen pro Array fest. Diese Begrenzung schützt den Server vor übergroßen Datenstrukturen. |
| Maximale Nachrichtengröße | Begrenzt die maximale Größe einer OPC-UA-Nachricht in Byte. Der Wert beeinflusst, wie groß einzelne Anfragen oder Antworten sein dürfen. |
| Max Registration Interval | Legt das maximale Zeitintervall fest, in dem ein Client seine Registrierung beziehungsweise Kommunikation erneuern muss, bevor die Verbindung als ungültig behandelt wird. |
| Intervall für das Speichern von Itemwerten | Bestimmt das Intervall, in dem aktuelle Itemwerte persistent gesichert werden. Verwenden Sie kleinere Werte, wenn aktuelle Werte nach einem Neustart schneller wieder verfügbar sein sollen. |
| Persistierte dynamische Datenpunkte: Verwerfen | Mit der Schaltfläche Verwerfen verwerfen Sie zuvor persistent gespeicherte dynamische Datenpunkte. Verwenden Sie diese Funktion, wenn zur Laufzeit erzeugte und dauerhaft gespeicherte OPC-Items entfernt werden sollen. |
Ein Server startet immer mit einem Objekt. Darunter kann die Struktur frei definiert werden.