Dienstbetrieb
Der OPC Router besteht aus zwei Programmteilen: dem Web Management, in dem projektiert wird, und der Laufzeit, die die Flows ausführt. Dazu kommt die Projektdatenbank. Wie diese Teile gestartet und gestoppt werden, hängt vom Installationsweg ab.
Windows: die drei Dienste
Das Windows-Setup richtet drei Dienste ein, jeden mit dem Starttyp „Automatisch“:
| Dienst | Aufgabe |
|---|---|
OPCRouter5-MongoDB | Die lokale Projektdatenbank. |
OPCRouter5-Management | Das Web Management. Setzt den Datenbankdienst voraus. |
OPCRouter5-Service | Die Laufzeit, die die Flows ausführt. Setzt Datenbank- und Management-Dienst voraus. |
Aus den Abhängigkeiten ergibt sich die Reihenfolge: beim Starten zuerst die Datenbank, dann das Management, dann die Laufzeit – beim Stoppen umgekehrt, also zuerst OPCRouter5-Service, dann OPCRouter5-Management. Bedient werden die Dienste in der Windows-Diensteverwaltung.
Unmittelbar nach der Installation läuft die Laufzeit nicht, weil noch keine Projektierung vorliegt. Nach der ersten Projektierung – und nach jedem Update – starten Sie sie einmalig von Hand über die Schaltfläche in der Router-Konfiguration. Danach startet sie mit jedem Rechnerstart automatisch, und der beim Produktivschalten nötige Neustart erfolgt von selbst.
Dienstkonto
Soll der OPC Router auf Fremdsysteme unter Windows-Anmeldung zugreifen – etwa auf verteilte OPC-Classic-Server oder auf Datenbanken mit integrierter Sicherheit –, muss der Laufzeitdienst OPCRouter5-Service unter einem Benutzerkonto laufen, das auf dem Zielsystem zugreifen darf; empfohlen ist ein dediziertes Domänenkonto mit den minimal erforderlichen Rechten. Wie das geht und was das Konto an Rechten braucht, steht unter Windows-Benutzerkonto für Dienste.
Geänderte Umgebungsvariablen übernehmen
Ein laufender Dienst sieht nur die Umgebungsvariablen, die beim Start vorlagen. Nach einer Änderung an den Systemumgebungsvariablen starten Sie deshalb OPCRouter5-Service und OPCRouter5-Management neu – siehe Konfigurierbare Umgebungsvariablen.
Container: ein Container für beide Programmteile
Im Docker-Container laufen Web Management, Laufzeit und – beim Runtime-Image – die integrierte Datenbank gemeinsam. Es gibt deshalb keine einzeln bedienbaren Dienste: Gestartet, gestoppt und neu gestartet wird der Container als Ganzes, zum Beispiel mit docker restart. Auch geänderte Umgebungsvariablen und ausgetauschte Zertifikate liest der Container erst beim nächsten Start ein.
Dass ein Container nach einem Neustart des Hosts oder nach einem Absturz wieder hochkommt, regelt die Restart-Policy von Docker und nicht der OPC Router. In den Docker-Compose-Beispielen dieses Handbuchs ist sie als restart: unless-stopped gesetzt.