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Neu in 5.6

Version 5.6 verkürzt den Weg vom leeren Projekt zur laufenden Strecke: Die Solution Gallery bringt fertig projektierte Lösungen, die Sie nur noch parametrieren. Daneben lösen sich mehrere Stellen von der Projektierungszeit – OPC-Datenpunkte können auch erst zur Laufzeit feststehen, Adressen entstehen aus einem Basispfad, und Items im internen OPC UA-Server lassen sich zur Laufzeit anlegen. Diese Seite beschreibt zu jeder Neuerung einen typischen Anwendungsfall, die Projektierungsschritte, die Voraussetzungen und die Referenzseiten. Am Ende steht, was sich für bestehende Projekte ändert.

NeuerungWofür
Solution GalleryVorkonfigurierte Projekte übernehmen, statt sie nachzubauen
Eigene SolutionsBewährtes einmal bereitstellen und im Unternehmen weitergeben
OPC-Datenpunkte zur LaufzeitLesen und Schreiben, ohne die Datenpunktliste zu projektieren
Items im OPC UA-Server zur LaufzeitSchreibgeschützte Items beschreiben, neue Items anlegen
Statusanzeige mit Filter und ExportMeldungen eingrenzen, exportieren und Sonderfaelle im Verbindungsstatus erkennen
Weitere NeuerungenLizenz verlaengern und erweitern, pronubes-Anbindung

Anwendungsfall: Eine Strecke, die es in ähnlicher Form schon oft gab – etwa OPC UA in eine Datenbank, mit Benachrichtigung bei Störungen – soll stehen, ohne dass jemand sie von Grund auf projektiert.

So projektieren Sie das:

  1. Öffnen Sie die Solution Gallery. Sie zeigt vorkonfigurierte Projekte und Teilprojekte samt Beschreibung.
  2. Klicken Sie auf Solution verwenden. Der Dialog nennt die Parameter, mit denen sich die Lösung an Ihre Umgebung anpasst – zu jedem Parameter erklärt das Hilfssymbol, was einzutragen ist.
  3. Bestätigen Sie mit OK. Die Solution wird in Ihre Konfiguration übernommen und lässt sich anschließend wie jedes andere Projekt weiter anpassen.

Voraussetzungen und Grenzen: Ohne weitere Einstellung steht die von inray bereitgestellte Solution Gallery zur Verfügung. Welche Quellen geladen werden, steuert die Umgebungsvariable OR_SOLUTION_GALLERY; jede Quelle ist die URL einer ZIP-Datei mit gültiger Solution-Gallery-Struktur.

Referenz: Solution Gallery · Quellen anbinden

Eigene Solutions

Anwendungsfall: Eine im Haus bewährte Projektierung soll anderen Standorten oder Kundenprojekten zur Verfügung stehen, ohne dass jemand sie abschreibt.

So projektieren Sie das: Eine Solution zu erstellen besteht aus drei Aufgaben – geeignete Projektbestandteile auswählen, die Dateien in die vorgegebene Solution-Gallery-Struktur überführen und die veränderlichen Werte als Parameter definieren, damit die Solution in unterschiedlichen Projekten wiederverwendbar bleibt. Die fertige Struktur stellen Sie als ZIP-Datei bereit und tragen deren URL in OR_SOLUTION_GALLERY ein.

Referenz: Solution erstellen · Solution Gallery Struktur

OPC-Datenpunkte zur Laufzeit

Anwendungsfall: Welche Datenpunkte gelesen werden sollen, entscheidet sich erst im Betrieb – etwa weil eine Datenbank oder ein übergeordnetes System die Liste liefert. Bisher musste jede Adresse im Dialog stehen.

So projektieren Sie das: Ziehen Sie OPC Dynamic Read bzw. OPC Dynamic Write in den Flow. Im Dialog projektieren Sie keine Datenpunktliste, sondern nur die OPC-Anbindung; die Adressen übergibt der Flow zur Laufzeit.

Referenz: OPC Dynamic Read · OPC Dynamic Write

Items im OPC UA-Server zur Laufzeit

Anwendungsfall: Ein Wert soll in den internen OPC UA-Server des OPC Routers geschrieben werden, obwohl das Item dort schreibgeschützt hinterlegt ist – oder das Item gibt es noch gar nicht, weil erst der Betrieb zeigt, welche es braucht.

So projektieren Sie das: Verwenden Sie das OPC-Server-Schreiben-Transferobjekt. Es beschreibt auch als schreibgeschützt hinterlegte Items und legt Items bei Bedarf zur Laufzeit im Adressraum an.

Referenz: OPC-Server-Schreiben-Transferobjekt

Statusanzeige mit Filter und Export

Anwendungsfall: Nach einer Störung soll nachvollzogen werden, was der Dienst gemeldet hat – und das Ergebnis soll an jemanden gehen, der keinen Zugang zum Router hat.

So gehen Sie vor: Im Ereignisprotokoll des Dienststatus grenzen Sie die Meldungen nach Schweregrad ein – Info, Warnung, Fehler, Kritisch – oder suchen im Freitext. Über Download nehmen Sie die angezeigten Einträge als Excel-Datei mit. Der Plug-in-Status lässt sich ebenfalls nach Art der Meldung filtern und herunterladen.

Zwei Farben mehr im Verbindungsstatus: Ein lila Transferpunkt kennzeichnet einen Transfer, der über Store and Forward läuft – er erscheint, sobald der Transfer abgeschlossen ist und die Daten zwischengespeichert werden, unabhängig davon, ob sie schon nachübertragen wurden. Ein gelber Transferpunkt kennzeichnet einen Transfer, der als Warnung gewertet wurde, etwa wenn ein Abfrage-Transferobjekt wegen eines leeren Ergebnisses abgebrochen hat; ob ein solcher Fall gelb oder rot gilt, legen Sie im Abfrage-Bereich des Transferobjekts fest.

Referenz: Dienststatus · Plug-in-Status · Flow-Status

Weitere Neuerungen

Lizenz verlängern und Lizenz erweitern. Das Lizenzierungs-Kapitel beschreibt jetzt beide Wege ausdrücklich: Bei einer Verlängerung wird dieselbe Lizenz – gleiche OPC Router ID – im Lizenzportal verlängert, der neue Schlüssel landet automatisch in Ihrem Konto und muss nicht eingegeben werden; eine Erweiterung um Plug-ins, Add-ons oder eine höhere Lizenzstufe läuft denselben Weg. Ebenfalls festgehalten ist, was am Ende einer Subscription passiert: Konfigurations- und Diagnosefunktionen werden deaktiviert, eine bereits laufende Produktion läuft vorübergehend weiter. Die Lizenzstufen sind zudem mit ihrem jeweiligen Umfang aufgeschlüsselt. Referenz: Lizenzierung · Lizenzstufen

pronubes: automatische Anmeldung und automatische Verbindung. Ist die Option Automatische Anmeldung in der Fernverwaltung aktiv, meldet sich ein Benutzer, der im pronubes-Management und im Router hinterlegt ist, ohne erneute Eingabe an. Unabhängig davon kann sich der OPC Router beim Start selbst mit einem pronubes-Management-Tenant verbinden – dann erscheint er automatisch in dessen Inbox, ohne manuelle Registrierung. Eingerichtet wird das über Umgebungsvariablen, was besonders für Container-Installationen zählt. Referenz: pronubes Connectivity · Konfigurierbare Umgebungsvariablen

Was sich für bestehende Projekte ändert

  • Die Solution Gallery lädt aus konfigurierbaren Quellen. Ohne OR_SOLUTION_GALLERY ist es die von inray bereitgestellte Galerie; wer eigene Quellen einträgt, ersetzt damit die Vorgabe.
  • Eine übernommene Solution ist danach Ihr Projekt. Sie wird in die Konfiguration integriert und dort weiter gepflegt – spätere Änderungen an der Quell-Solution wandern nicht automatisch nach.
  • Der Verbindungsstatus kennt zwei neue Farben. Lila und Gelb standen dort bisher nicht: Wer den Status automatisiert auswertet oder Screenshots als Referenz nutzt, rechnet mit ihnen bisher nicht.
  • Eine abgelaufene Subscription stoppt die Bedienung, nicht sofort den Betrieb. Konfigurations- und Diagnosefunktionen werden deaktiviert, eine laufende Produktion wird vorübergehend weiter ausgeführt – verlängern Sie rechtzeitig.