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Netzwerk-Ports

Welche Ports der OPC Router belegt, hängt von der Installationsart und von den projektierten Plug-ins ab. Diese Seite listet sie mit ihren Standardwerten, damit Sie in der Firewall gezielt die Ports freigeben können, die Sie tatsächlich brauchen.

Freizugeben ist nur, was von außen erreichbar sein muss. Ein Port, dessen Plug-in nicht projektiert ist, wird nicht gebraucht. Im Docker-Betrieb muss ein Port zusätzlich mit -p auf den Host veröffentlicht werden – ohne diese Veröffentlichung ist er von außen ohnehin nicht erreichbar.

Die Spalte Kontext sagt, wo der Port auftritt: in der Container-Installation, in der Windows-Installation oder in beiden.

Eingehende Verbindungen

PortZweckKontext
8080 / 8443Web Management über HTTP beziehungsweise HTTPS. Standardwerte von OR_WEB_HTTP_PORT und OR_WEB_HTTPS_PORT, siehe Konfigurierbare Umgebungsvariablen. 8080 ist der einzige Port, den ein Container immer veröffentlichen muss.Container
5000 / 5001Web Management über HTTP beziehungsweise HTTPS. Das Windows-Setup trägt diese Ports bei der Installation ein; ist einer davon belegt, sucht es den nächsten freien Port.Windows
27017Interne MongoDB. Sie ist an 127.0.0.1 gebunden und wird vom Runtime-Image nicht nach außen veröffentlicht; für den Betrieb ist keine Freigabe nötig. Eine externe Datenbank wird stattdessen über ihren eigenen Port angebunden.beide
53200Health-Endpunkte der Laufzeit, Standardwert von OR_RUNTIME_HEALTH_ENDPOINT_PORT. Der Port ist nur über Loopback erreichbar, eine Freigabe also weder nötig noch wirksam. Von außen fragen Sie denselben Zustand über das Web Management unter /health/runtime/... ab, siehe Health-Endpunkte.beide
49954Standard-Port der Zustandsabfrage zwischen zwei OPC Routern im Redundanzbetrieb. Die sichere Redundanz spricht das Primärsystem dagegen über den Port seines Web Managements an.beide
49420Standard-Port des OPC-UA-Servers für opc.tcp. Der Port wird je Server-Instanz eingestellt; mehrere Instanzen brauchen je einen eigenen Port.beide
61212Standard-Port des HTTPS-Endpunkts des OPC-UA-Servers. Der Endpunkt ist ab Werk ausgeschaltet; ohne ihn läuft der HTTPS-Zugriff über den Port des Web Managements, siehe OPC UA-Server über HTTPS.beide
3300Standard-Port des IDoc-Triggers für IDocs, die das SAP®-System an den OPC Router sendet.beide
konfigurierbarREST-Server. Das Plug-in hat keinen Standard-Port, der Port wird je Plug-in-Instanz festgelegt. Wird die API zusätzlich über den Web-Management-Endpunkt bereitgestellt, entfällt die eigene Freigabe.beide

Ausgehende Verbindungen

Ausgehend verbindet sich der OPC Router auf den Port des jeweiligen Zielsystems – Datenbank, OPC-Server, Mailserver, Cloud-Dienst. Adresse und Port stehen in der Konfiguration der zugehörigen Anbindung. Zwei Standardwerte sind im Produkt fest hinterlegt:

PortZweckKontext
502Standard-Port von Charm- und Druckergeräten. Der OPC Router verbindet sich ausgehend auf den Port, der in der jeweiligen Geräte-Anbindung eingetragen ist; 502 ist dort der Vorgabewert.ausgehend
143IMAP: Standard-Port für den Abruf von E-Mails durch den E-Mail-Trigger.ausgehend

Unabhängig von der Projektierung spricht der OPC Router feste Ziele im Internet an – Lizenzierung, pronubes-Anbindung, Solution Gallery. Diese stehen mit Adresse, Port und Zweck unter Netzwerkanforderungen für Firewall und Proxy.

Firewall

Das Windows-Setup richtet keine Firewall-Ausnahmen ein. Es weist während der Installation lediglich darauf hin, dass die Firewall den Zugriff auf das Web Management verhindern kann. Legen Sie die benötigten Regeln daher selbst an – eine je Port aus der Tabelle, den Sie von außen erreichen müssen.

Die Firewall abzuschalten ist dafür kein Ersatz. Zur Fehlersuche darf sie kurzzeitig deaktiviert werden, um eine Blockade als Ursache zu bestätigen oder auszuschließen; schalten Sie sie danach sofort wieder ein und ersetzen Sie den Test durch die passende Freigabe.

Ports, die der OPC Router nicht verwendet

  • 8001 – der Port steht in älteren Beispielen für docker run und docker compose. Der OPC Router lauscht nicht auf ihm; ihn zu veröffentlichen oder freizugeben bleibt wirkungslos.
  • 135 – kein Port des OPC Routers, sondern der Windows-RPC-Endpoint-Mapper. Er wird gebraucht, wenn der OPC Router über OPC Classic auf einen OPC-Server auf einem anderen Rechner zugreift: Der Client fragt dort zuerst den Endpoint-Mapper und handelt mit ihm den dynamischen Port für die eigentliche Verbindung aus. Die Freigaben dafür betreffen den Rechner mit dem OPC-Server, siehe Verteilte OPC-Server/DCOM.