Versionierung
Der OPC Router versioniert seine Projektierung selbst: Er führt intern ein Git-Repository über die YAML-Konfigurationsdateien, hält damit fest, wer wann welche Änderung vorgenommen hat, und ermöglicht den Rücksprung auf einen früheren, stabilen Stand. Zusätzliche Werkzeuge oder ein eigenes Setup sind dafür nicht nötig.
Wie Sie die Versionierung bedienen – Snapshots anlegen, laden und auf einen früheren Stand zurückspringen –, beschreibt die Seite Snapshots anlegen und wiederherstellen. Einen Snapshot legt der OPC Router zusätzlich bei jeder Veröffentlichung automatisch an.
Secrets und Passwörter werden nicht mitversioniert und gehören auch nie in ein Git-Repository: Der OPC Router legt Secrets immer in einer separaten, lokalen Vault ab.
Anbindung an einen gehosteten Git-Server
Das interne Git-System lässt sich mit einem gehosteten Git-Server verbinden, zum Beispiel GitHub, Bitbucket oder Microsoft Azure DevOps. Ein solches Repository bringt zentrale Verwaltung, erweiterte Zugriffskontrolle und eine umfassende Änderungsverfolgung; die Konfigurationsänderungen werden dann über den Git-Server verwaltet, verfolgt und überwacht.
Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Repositories privat sind, um unautorisierten Zugriff zu verhindern.
Die Commits werden manuell oder automatisiert auf den gehosteten Git-Server gepusht. Manuell geschieht das mit einem Git-Client wie Git Console, GitHub Desktop oder SourceTree.
Empfehlungen für den Betrieb
- Commits und Pushes: Die aktuelle Konfiguration regelmäßig in das lokale Git-Repository committen und die Commits regelmäßig auf den gehosteten Git-Server pushen, zum Beispiel täglich oder nach jeder signifikanten Änderung. Automatisierte Backup- und Commit-Routinen nehmen diese Arbeit ab.
- Änderungsprotokoll: Alle vorgenommenen Änderungen einschließlich Datum, Uhrzeit und Namen des Verantwortlichen protokollieren – nach Möglichkeit mit Werkzeugen, die diese Protokollierung automatisieren.
- Testumgebung: Änderungen zunächst in einer Testumgebung validieren, bevor sie in die Produktionsumgebung übernommen werden; über Staging-Umgebungen lassen sie sich schrittweise einführen und ihre Auswirkungen beobachten.
- Überwachung: Die Versionierung regelmäßig überprüfen und warten, damit Integrität und Verfügbarkeit der gesicherten Stände erhalten bleiben.
Viele Branchen haben regulatorische Anforderungen, die eine Dokumentation und Nachvollziehbarkeit von Systemänderungen verlangen; eine so geführte Versionierung erfüllt sie zugleich.