Transfer läuft nicht
Ein Flow überträgt keine Daten. Arbeiten Sie die folgenden Schritte der Reihe nach ab – jeder schließt eine Ursache aus, und die ersten beiden treffen am häufigsten zu.
1. Ist die Änderung veröffentlicht?
Änderungen an Flows, Plug-ins und Optionen wirken nicht sofort. Bis zum Veröffentlichen arbeitet die Laufzeit unverändert mit dem zuletzt veröffentlichten Stand weiter – ein neu angelegter oder geänderter Flow ist ihr also noch unbekannt.
Öffnen Sie „Veröffentlichen“ in der oberen Navigationsleiste. Steht der Flow dort als ausstehende Änderung, haken Sie ihn an und klicken auf „Änderungen produktiv schalten“ – siehe Veröffentlichen.
2. Ist der Flow aktiv?
Ein deaktivierter Flow bleibt vollständig erhalten, wird zur Laufzeit aber nicht ausgeführt. Klicken Sie den Flow in der Snap-in Leiste unter „Flows“ mit der rechten Maustaste an: Heißt der Umschalter im Kontextmenü „Flow deaktivieren“, ist der Flow aktiv; steht dort der Eintrag zum Aktivieren, ist er es nicht. Siehe Flow aktivieren/deaktivieren.
Das Umschalten ist selbst eine Änderung an der Projektierung und wirkt erst mit Schritt 1.
3. Was meldet der Statusbaum?
Öffnen Sie den Status-Bereich. Der Flow-Knoten und die Knoten der beteiligten Plug-ins tragen je einen farbigen Punkt mit dem zuletzt gemeldeten Zustand – welche Farbe welchen Zustand meint, steht unter Farben im Statusbaum.
- Ein roter Punkt am Plug-in weist auf das Plug-in selbst, auf den Trigger oder auf eine fehlende Lizenz. Prüfen Sie zuerst das Plug-in, nicht den Flow.
- Trägt ein Plug-in gar keinen Punkt, wurde es noch nicht initialisiert.
- Ein grauer Punkt steht unter anderem für heruntergefahren, gestoppt und wartende Transfers in der Warteschlange.
Im Flow-Status zeigt das Statuschart, ob überhaupt Transfers stattgefunden haben. Rote Transferpunkte sind fehlgeschlagene Transfers; zeigen Sie im Flow auf das fehlerhafte Transferobjekt, nennt der OPC Router die Einzelheiten dazu.
4. Löst der Trigger aus?
Neben dem Bereitschaftszustand – zum Beispiel „Bereit“ – zeigt der Statusbaum live, ob der Flow gerade arbeitet: In Ausführung am animierten Symbol, In Warteschlange am Warteschlangen-Symbol. Bleiben beide aus, hat kein Trigger ausgelöst.
- Ein Trigger-Fehler wird am Trigger selbst angezeigt und hat Vorrang vor der Aktivitätsanzeige.
- Sind mehrere Trigger mit UND verknüpft, läuft der Flow erst, wenn alle ausgelöst haben. Im Flow-Diagramm der Statusansicht ist je Trigger erkennbar, ob er bereits ausgelöst hat und auf die übrigen wartet. Siehe Flow-Status.
Um den Trigger als Ursache auszuschließen, lösen Sie den Flow von Hand aus: Im Statusbaum klicken Sie den Flow mit der rechten Maustaste an und wählen „Flow auslösen“. Der Flow braucht dafür keinen Trigger – siehe Einen Flow von Hand auslösen. Läuft er so durch, liegt die Ursache beim Trigger; schlägt er auch so fehl, machen Sie mit Schritt 5 weiter.
5. Ist das Zielsystem erreichbar?
Die meisten Plug-ins prüfen ihre Anbindung selbst. Öffnen Sie die Konfiguration der betroffenen Anbindung und lösen Sie den Test aus – bei der Datenbank-, MQTT-, OPC-UA- und SAP®-Anbindung heißt die Schaltfläche „Verbindung testen“, bei der Mail-Server-Anbindung „Test“. Die OPC-Classic-Anbindung funktioniert, wenn Sie die OPC-Server im Management browsen können.
Konfiguration und Dienst laufen unter Umständen in verschiedenen Benutzerkontexten und verhalten sich deshalb unterschiedlich: Ein erfolgreicher Test im Management beweist noch nicht, dass die Laufzeit dieselbe Verbindung aufbauen kann.
Für einzelne Zielsysteme sammelt die Fehlersuche die Prüfschritte auf einer eigenen Seite:
Ist Store and Forward für den Flow eingeschaltet, ist der Puffer selbst ein Anzeichen: Füllt sich der Wurzelknoten Store and Forward im Statusbaum mit anstehenden Einträgen, laufen die Transfers zwar, das Zielsystem nimmt sie aber nicht an. Siehe Store and Forward ist ein eigener Knoten.
6. Was steht im Ereignisprotokoll und in den Logdateien?
Reichen die Angaben am Transferobjekt nicht aus, gehen Sie an die aufgezeichneten Meldungen. Das Ereignisprotokoll der Dashboards und die Logdateien von Laufzeit und Web Management enthalten Verschiedenes – wo Sie was finden und wie Sie die Aufzeichnung für die Fehlersuche weiter aufschalten, steht unter Logdateien und Ereignisprotokoll.
7. Wenn der Support übernimmt
Führt keiner der Schritte weiter, erstellen Sie einen Diagnosebericht: Er packt Projektierung, Datenbanksicherungen und Logdateien in ein einziges Archiv, das Sie weitergeben können.